nano-Control, Internationale Stiftung, Presseinformation vom 15. März 2010

Gentoxische Wirkung von Laserdruckern: Druckerindustrie setzt Leugnung fort!  Prof. Mersch-Sundermann informiert die Medien.

Millionen Menschen, darunter auch Kinder, Schwangere und Kranke, atmen die ungefilterten Emissionen aus Laserdruckern ein,­ ahnungs- und schutzlos. Bis zu einer Milliarde Partikel kann ein Laserdrucker emittieren, pro Seite, darunter auch metallische Nanopartikel! Die Toner sind mit Schwermetallen belastet sowie mit anderen Schadstoffen und Ultragiften. Hersteller und Berufsgenossenschaften versichern seit Jahren gebetsmühlenartig, es bestünde keine Gefahr bei bestimmungsgemäßem Gebrauch. Die Bundesbehörden, allen voran das BfR, haben es bis heute unterlassen, die Risiken aufzuklären, obwohl dies längst möglich gewesen wäre Die Bundesministerien schieben sich seit fast 10 Jahren wechselseitig den Schwarzen Peter zu, auf Kosten der Gesundheit der Bürger. Die Ministerin für Verbraucherschutz, Ilse Aigner, sieht sich unzuständig und das Umweltministerium hält es für ausreichend, die Industrie an den Partikeln forschen zu lassen.

Mit der Forschungsinitiative hat die Stiftung nano-Control, der über 2.000 Erkrankungsfälle vorliegen, die wissenschaftliche Aufklärung selbst in die Hand genommen. Am 1. März hat die Stiftung nano-Control die Öffentlichkeit über die alarmierenden Ergebnisse der Untersuchungen im Rahmen unserer Forschungsinitiative informiert (Presseerklärung und Faktenpapier). Danach wirken die Emissionen von Laserdruckern, zumindest der untersuchten Geräte von Hewlett-Packard und Kyocera, gentoxisch auf menschliche Lungenzellen und zwar offenbar bei jedermann und schon nach einer Stunde. Greenpeace sieht die Hersteller in der Pflicht, endlich Filter einzusetzen. Berichte im Greenpeace-Magazin, in Deutsche Polizei, in der Sendung Markt vom WDR-Fernsehen, von dpa und vor allem in der  ZDF-Sendung Frontal 21 fanden ein enormes Interesse. Am 3. März hat nano-Control die Bundeskanzlerin aufgefordert, für die Aufklärung und den Schutz der Bevölkerung zu sorgen.

Dies ist dringend erforderlich, denn der Industrieverband Bitkom will offenbar die Leugnungskampagne fortsetzen (Aktuelle Information zur hohen Sicherheit von Laserdrucksystemen v. 3.3.2010). Wie schon im Oktober 2008, als Tonerpartikel in den Lungenzellen eines verstorbenen Servicetechniker nachgewiesen wurden, werden die Forschungsergebnisse einfach zurückgewiesen. Man reklamiert sogar den weiteren Verzicht auf Filter (Position zu Partikelfiltern, v.30.9.2009).

nano-Control hält dies angesichts der schweren Verdachtslage für vollkommen verantwortungslos. „Wir erwarten, dass die Hersteller dem Beispiel der Automobilindustrie folgen und gefährliche Produkte sofort vom Markt nehmen!“, so der Vorsitzende der Stiftung nano-Control, Achim Stelting. Die Schädigungen von Menschen sind ein schweres Unrecht und strafbar. Die vorliegenden Beweise für die Schädigungen halten vor Gericht stand, wie die erste Anerkennung einer Berufskrankheit durch Kopierstäube aus dem Bereich der Polizei zeigt.

Die Stiftung nano-Control wird für schnellstmögliche Aufklärung der Risiken sorgen und hat jetzt das Bundesinstitut für Risikobewertung vor dem Verwaltungsgericht Berlin auf Herausgabe von Informationen verklagt.

Für Dienstag, den 16. März 2010, 15.00 Uhr hat Herr Prof. Mersch-Sundermann, Direktor des Institutes für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene (IUK) zu einem Pressegespräch eingeladen (Einladung), um über die Gesundheitsrisiken durch Laserdrucker und die neuesten Forschungsergebnisse seines Institutes zu informieren.

V.i.S.d.P.: Achim Stelting, Vorsitzender, presse@nano-control.de, Tel.: 040 679 98110. Aktuelle Informationen zum Thema finden Sie unter: http://nano-control.de/. Spendenkonto: Nr. 302 036 645, BLZ 770 500 00, Sparkasse Bamberg, nano-Control ist als gemeinnützig anerkannt und Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen und B.U.N.D., Schirmherr: Prof. Dr. Georges Fülgraff