nano-Control, Internationale Stiftung, Presseinformation vom 3. März 2010

Gentoxische Wirkungen durch Laserdrucker -­
nano-Control fordert: „Stoppen Sie die gefährliche und vermeidbare Belastung unserer Atemluft, Frau Bundeskanzlerin!“

nano-Control hat die Bundeskanzlerin über die alarmierenden Ergebnisse der Forschungsinitiative informiert und fordert, nun unverzüglich die Bevölkerung zu warnen und zu schützen und die wissenschaftliche Erforschung der Wirkung sicherzustellen.

nano-Control sieht, wie auch Greenpeace, die Druckerhersteller in der Pflicht. Sie sind aufgerufen, giftfreie Toner zu verwenden, endlich Filter einzusetzen und dem Beispiel der verantwortungsbewussten Automobilindustrie zu folgen und unsichere Produkte sofort vom Markt zu nehmen!

Zum Auftakt der CEBIT hat nano-Control die alarmierenden Ergebnisse der Forschungsinitiative präsentiert. Wie Frontal 21 und die Süddeutsche Zeitung berichteten, wirken Emissionen aus Laserdruckern schon nach kurzer Dauer gentoxisch auf menschliche Lungenzellen. “An den Zellen entstanden Mutationen, genetische Veränderungen. Prof. Mersch-Sundermann gegenüber Frontal 21: "So eine Mutation kann einerseits repariert werden von der Zelle, kann aber auch zum Zelltod führen, kann aber auch dazu führen, dass aus dieser Zelle eine Tumorzelle entsteht." Eine solche gentoxische Veränderung sei ein Warnhinweis, dem in weiteren gezielten Studien nachgegangen werden müsse, meint der Mediziner.”

Die Untersuchungen an sensibilisierten Patienten haben weiterhin ergeben, dass die Emissionen schon nach 30 Minuten allergisch wirken. Sie verursachen nachhaltige Gesundheitsbeschwerden und gefährlichen oxidativen Stress. Oxidativer Stress schädigt Zellen und Organe und hat Bedeutung für eine Reihe von Erkrankungen, z. B. für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Erschöpfungssyndrom, aber auch für neurodegenerative Erkrankungen wie Morbus Parkinson und Morbus Alzheimer.

nano-Control liegen über 2.000 Verdachtsfälle von zum Teil schweren Erkrankungen vor, darunter allein 170 bei der Polizei. Frontal 21 und Deutsche Polizei berichteten über den ersten Fall, der vor Gericht als Berufskrankheit durch Kopierstäube anerkannt wurde. “Die Schädigungen sind oft brutal und haben schon Menschen das Leben gekostet!” berichtet der Vorsitzende der Stiftung nano-Control, Achim Stelting. “Unter den registrierten Servicetechnikern hat jeder achte Krebs! Die winzigen Partikel dringen bis in die Lungenzellen ein. Millionen Menschen sind den Belastungen ausgesetzt.”

Der Industrieverband BITKOM, der den Einsatz von Filtern für nicht notwendig hält, gibt sich unbeeindruckt und sieht weiter keinen Handlungsbedarf. Dies ist völlig verantwortungslos. Wer Menschen schädigt, macht sich strafbar! Dies wird nicht ohne Folgen bleiben!

Seit 2001 wurden die zuständigen Bundesminsiter für Gesundheit, Arbeit, Verbraucherschutz und Umwelt immer wieder auf die Risiken hingewiesen. In einer Art Schwarzer-Peter-Spiel erklärte man sich wechselseitig für unzuständig, wie zuletzt die Verbraucherministerin, Ilse Aigner. Die Regierung hält es allen Ernstes für ausreichend, die Industrie an den Emissionen forschen zu lassen. Die mögliche Aufklärung und Beseitigung der Gefahren wurde bis jetzt verhindert. Im Interview mit Frontal21 erhebt Prof. Wolfgang Lingk, ehemals Abteilungsleiter im BfR, schwere Vorwürfe gegen seinen früheren Arbeitsgeber. Er kritisiert die "Verweigerungshaltung" der Bundesregierung. Wenn die Behörden den Ursachen für die Erkrankungen nicht auf den Grund gingen, sei das ein Verstoß gegen das Vorsorge-Gebot. Schließlich würden Laserdrucker heute in vielen Haushalten stehen. Prof. Wolfgang Lingk glaubt, das Problem werde heruntergespielt: " Man kann es auch Wegsehen nennen."

nano-Control hat die Bundeskanzlerin aufgefordert, zum Schutz der Bevölkerung tätig zu werden. Die Stiftung wird  mit der Forschungsinitiative weitere Fakten schaffen und bittet hierfür um Spenden.

V.i.S.d.P.: Achim Stelting, Vorsitzender, presse@nano-control.de, Tel.: 040 679 98110. Aktuelle Informationen zum Thema finden Sie unter: http://nano-control.de/. Spendenkonto: Nr. 302 036 645, BLZ 770 500 00, Sparkasse Bamberg, nano-Control ist als gemeinnützig anerkannt und Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen und B.U.N.D., Schirmherr: Prof. Dr. Georges Fülgraff