nano-Control,
Internationale Stiftung, verantwortlich, H.-J. Stelting, Vorsitzender, www.nano-control.de
Presseinformation vom 21.10.2009:
Top-Thema: Gesundheitsgefahren durch Nanopartikel
Laserdrucker
belasten die Atemluft mit bis zu einer Milliarde Nanopartikel pro Seite!
Das Umweltbundesamt hat heute gegenüber
der Presse in einem Hintergrundpapier
auf die Risiken der Nanotechnologie für
Mensch und Umwelt
hingewiesen. Wörtlich heißt es:
„Das
Umweltbundesamt empfiehlt weiterhin, die Verwendung von Produkten, die
Nanomaterialien enthalten oder frei setzen können, im Sinne eines vorsorgenden
Umweltschutzes so lange zu vermeiden, als ihre Wirkungen in der Umwelt und auf
die menschliche Gesundheit noch weitgehend unbekannt sind. So lange nicht die
erforderlichen Daten für eine abschließende Bewertung von Produkten vorliegen,
steht das Umweltbundesamt der Vergabe des „Blauen Engels“ an Nanomaterialien enthaltende Produkte ablehnend gegenüber.“
Die winzigen nur wenige Milliardstel Meter
großen Partikel, die Entzündungen der Atemwege auslösen und sogar die
Bluthirnschranke überwinden können, werden in immer mehr Produkten eingesetzt,
sogar in Lebensmitteln und Kosmetika. Die Gesundheitsrisiken sind unerforscht
und es gibt keine Kennzeichnungspflicht.
Die relevanteste Quelle für künstliche
Nanopartikel in der Raumluft nennt das UBA nicht, Laserdrucker und
Kopiergeräte. Dabei ist nachgewiesen, dass diese Geräte, die bereits
millionenfach in Büros und Privathaushalten eingesetzt sind, die Atemluft ganz
erheblich belasten können und zwar mit einem Gemisch aus Feinstäuben, Nanopartikeln
und hochgefährlichen Giften. Bis zu einer Milliarde Partikel pro Seite werden
laut Bundesanstalt für Materialprüfung emittiert. Auch Feinstäube und
gefährliche Gifte werden seit Jahren mit schlimmer Regelmäßigkeit nachgewiesen
(s.
nano-Control-Pressemeldung vom 1.10.2009). Unverständlich ist, dass Geräte
mit höchsten Emissionen an Schadstoffen und Nanopartikeln den „Blauen Engel“
tragen.
Die Risiken sind keine abstrakte Gefahr, sondern
Millionen Menschen atmen diese Partikel
ein. Im Auftrag der Stiftung nano-Control wurden Lungenzellen eines an
Lungenkrebs Verstorbenen untersucht und die Tonerpartikel in den Zellen
nachgewiesen.
nano-Control liegen bereits über 2.000 Erkrankungsfälle durch
Toner und Emissionen aus Laserdruckern vor. Die Stiftung hat im Rahmen der Forschungsinitiative
2009 eine erste wissenschaftliche Untersuchungsreihe an drei Universitäten
gestartet. Es ist unverständlich und verantwortungslos, dass die Bundesminister
für Umwelt- und Verbraucherschutz sich weigern, die Untersuchungen mit wenigen
Zehntausend Euro zu fördern, obwohl diese von namhaften Wissenschaftlern und
Instituten durchgeführt und sogar vom Umweltbundesamt befürwortet werden und
Millionen Menschen betroffen sind.
nano-Control wird die Risiken auch ohne staatliche Hilfe aufklären
und bittet Arbeitgeber und Verbraucher, die dringend notwendigen Untersuchungen
mit einer Spende zu fördern. Es zeichnen sich erschreckende Ergebnisse ab. In
Kürze werden die Ergebnisse vorliegen und veröffentlicht.
Aktuelle
Pressinfos und weitere Presserklärungen zum Thema finden Sie unter: http://nano-control.de/presse.html.