nano-Control, Internationale Stiftung, verantwortlich, H.-J. Stelting, Vorsitzender, www.nano-control.de

Presseinformation vom 1.10.2009:

Wieder Gift im Toner und gefährliche Emissionen aus Laserdruckern! Wer schützt die Bürger, Frau Aigner?

Der Deutsche Lungentag hat gerade wieder einmal deutlich gemacht: Atemwegs- und Lungenkrankheiten nehmen weltweit zu. Nach Angaben von Facharztverbänden leiden in Deutschland inzwischen fünf Millionen Menschen an chronischer Bronchitis. Zudem ist bereits jedes achte Kind in der Bundesrepublik an Asthma erkrankt. Enormes Leid und immense Kosten sind die Folgen und Grund genug, sich um gesunde Atemluft zu sorgen.

Mit unschöner Regelmäßigkeit deckt Computer Bild, seit 1996 alljährlich die Belastungen in Tonern und Emissionen aus Laserdruckern auf. So auch im aktuellen Heft 21/2009. nano-Control hat die Tests und Analysen ausgewertet und veröffentlicht: „Die schlimmsten Drucker und Toner“. Millionen Bürger atmen die ungefilterten Emissionen ein und immer mehr erkranken daran! Was tut der Staat, um seine Bürger zu schützen?

Das  Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) leitete 2004 ein Risikobewertungsverfahren ein und kam am 31.3.2008 zu dem Ergebnis, dass gesundheitliche Risiken durch Emissionen von Laserdruckern nicht ausgeschlossen werden können. Eine Aufklärung der Risiken erfolgte in vier Jahren nicht. Auf Nachfrage von nano-Control gab das BfR am 25.05.2009 zu: "Das BfR hat keine Erkenntnisse zur Schadstoffbelastung von Tonern". Dies stellt die gesamte Risikobewertung in Frage! Das Amt lehnt es weiter ab, die Wirkungen durch Expositionsstudien aufzuklären, was kurzfristig und kostengünstig möglich wäre. Es wird als ausreichend angesehen, dass der Industrieverband BITKOM ein industrienahes Institut mit Untersuchungen zur Emission ultrafeiner Partikel beauftragt und dass neue Prüfkriterien für den Blauen Engel entwickelt werden.

Namhafte Wissenschaftler, die sich im „Freiburger Kreis“ zusammen geschlossen haben und die Innenraumluftkommission der Bundesregierung sind dagegen der Auffassung, dass sich die Risiken nur durch Expositionstestungen klären lassen. In einer Stellungnahme vom 14.8.2009 empfiehlt das BfR dem Bundesumweltministerium, sich nicht an der von der Stiftung nano-Control und wissenschaftlichen Experten vorgeschlagenen Untersuchungsreihe zur Testung von Laserdruckern und deren Wirkungen zu beteiligen. Das Umweltbundesamt hat sich auf Nachfrage der Stiftung nano-Control für die Untersuchungen ausgesprochen. Das Bundesumweltministerium prüft jetzt erneut.

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner, der das BfR untersteht,  hatte am  13.8.2009 auf Vorhalt der Emissionen öffentlich gesagt: "Wenn das stimmen sollte, was Sie erzählt haben, muss das von der Gewerbeaufsicht verboten werden". Es stimmt! - Und nun, Frau Aigner?

nano-Control hat die Forschungsinitiative 2009 gestartet und wird die Gesundheitsschädigungen durch Laserdrucker notfalls auch ohne staatliche Beteiligung aufklären. nano-Control bittet um Spenden. - Für gesunde Raumluft, denn atmen heißt Leben.

 

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