nano-Control, Internationale Stiftung, verantwortlich, H.-J. Stelting, Vorsitzender, www.nano-control.de
Presseinformation vom 24.06.2009:
Feinstaub-
Der Feind steht längst drinnen
Laserdrucker belasten die Atemluft mit bis
zu einer Milliarde lungengängiger Partikel pro Seite; darunter metallische
Nanopartikel, die wie Trojaner ins Blut eindringen können! Die Toner sind
erheblich mit Giften belastet und die Bundesbehörden gefährlich ahnungslos! Über
2.000, zum Teil schwere und sogar tödliche Erkrankungsfälle sind bereits registriert.
Trotzdem hat der Bundestag den Antrag der Grünen auf Schutz der Bevölkerung jetzt
abgelehnt.
nano-Control fordert sofortige Konsequenzen
von Politik und Herstellern!
Innenraumluft auf
der politischen Tagesordnung, Laserdrucker im Visier
Bis zu 90% ihrer Zeit verbringen Menschen in Innenräumen. Angesichts dramatisch
zunehmender Erkrankungen der Atemwege ist es höchste Zeit, sich um die
Innenraumluft zu kümmern. Am 24.Juni 2009, wenige Tage nachdem der Bundestag
mit den Stimmen der Regierungsfraktionen den Antrag der Grünen abgelehnt hat,
die Bundesbürger vor Laserdruckern zu schützen, diskutieren Experten auf der
Innenraumluftkonferenz des Bundesumweltministeriums in Berlin erstmals auch über
die Emissionen aus Laserdruckern und deren Wirkungen. Laserdrucker und
Kopiergeräte sind eine Hauptbelastungsquelle der Innenraumluft und damit ein Gesundheitsrisiko
für große Teile der Bevölkerung.
Gefährliche
Trojaner: Laserdrucker stoßen auch metallische Tonerpartikel aus
Neueste Untersuchungen durch den TÜV Nord, im Auftrag der Stiftung nano-Control
und von Hamburger Schülern im Rahmen von Jugend forscht zeigen, dass Laserdrucker
doch metallische Partikel aus Tonern ausstoßen. Die Schüler fanden Schwermetallbelastungen,
die an Elektronikschrott erinnern. Sie entdeckten auch, dass den größeren
Tonerpartikeln kleine Nanopartikel aufliegen, die sich im wässrigen Milieu ablösen.
Dies ist auch in der Lunge zu erwarten.
Schon
die sog. „Tonerstudie“ hatte festgestellt, dass zwischen 1–10% der emittierten Partikel
Gebilde sind, in denen auch Schwermetalle aus den Tonern enthalten waren. Legt
man die neuesten Messergebnisse der Bundesanstalt für Materialforschung zu Grunde,
wonach bis zu einer Milliarde Partikel pro Seite emittiert werden, dann wären das
10- 100 Millionen metallischer Partikel pro Seite, die wie Trojaner bis ins
Blut eindringen können. Die restlichen Partikel sind überwiegend flüchtige Verbindungen,
die beim Aufschmelzen entstehen und deren Wirkung niemand kennt. Immer wieder
war aufgrund einer Meldung des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) verbreitet
worden, „Ultrafeine Partikel aus Laserdruckern kein Toner“ oder sogar „Kein Toner aus Laserdruckern.“
Im Auftrag der Stiftung nano-Control waren erstmals Tonerpartikel in den
Lungenzellen eines verstorbenen Servicetechnikers nachgewiesen worden. Forscher der Uni Essen stellten kürzlich gen-
und zytotoxische Wirkungen von Tonern fest. Auch sie wiesen die Tonerpartikel
in den Zellen nach.
Schwermetalle
und Ultragifte in Tonern
nano-Control legt jetzt eine Auswertung verfügbarer Untersuchungen vor, die
beweist, dass Toner seit Jahren regelmäßig und erheblich mit gefährlichen Schadstoffen
belastet sind. Neben Schwermetallen, werden immer häufiger die Ultragifte DBT
und TBT nachgewiesen, vor denen das Umweltbundesamt
warnt - nur nicht bei Tonern. Die UN
hat TBT 2008 weltweit für Schiffsanstriche verboten, aber viele Laserdrucker
blasen es in die Atemluft von Menschen. Das BfR hat jetzt zugegeben, keine Kenntnis von Schadstoffen in Tonern zu
haben- nach vier Jahren Risikobewertungsverfahren.
Fatale
Folgen eines globalen Problems
Der Stiftung nano-Control liegen über 2.000 registrierte Verdachtsfälle von
Erkrankungen durch Toner bzw. Emissionen aus Laserdruckern vor. Dabei handelt
es sich vor allem um Entzündungen der Schleimhäute, v.a. der Atemwege. Eine
Umfrage ergab: 65% erleiden einen chronischen Gesundheitsschaden, Dreiviertel
beurteilen ihre Erkrankung als schwerwiegend und 21% haben aufgrund der Erkrankung
ihren Beruf aufgeben müssen! Es gibt auch Todesfälle. Jeder neunte registrierte
Servicetechniker leidet unter Krebs. In 10% aller Fälle gibt es fachärztliche
Beweise für die Schädigungen. Immer öfter werden Metalle aus Tonern im Körper
nachgewiesen. Fälle aus der ganzen Welt deuten auf ein globales Problem.
Forscher
einig: Wirkung unverzüglich erforschen
Die Stiftung nano-Control fordert das Bundesumweltministerium auf, endlich die
Bevölkerung zu warnen und unverzüglich die Wirkung der Emissionen auf die
Menschen untersuchen zu lassen. Mit dem Freiburger Kreis, einem Zusammenschluss
namhafter Wissenschaftler wurde hierzu eine Studie vorgeschlagen, die schnell
Klarheit bringen würde. Auch die Innenraumluftkommission des Umweltbundesamt hat
sich der Forderung angeschlossen. Die Berufsgenossenschaften und die Hersteller
werden aufgefordert, sich an den Kosten zu beteiligen.
EU verbietet faktisch Nanopartikel in Kosmetika und Nahrung- und in der Luft?
Der Einsatz von Nanopartikeln in Lebensmitteln und Kosmetika wurde im April 2009 durch die EU durch Einführung der Beweislastumkehr faktisch verboten. Hersteller müssen die Ungefährlichkeit nachweisen, was faktisch nicht möglich ist. Dies muss auch zum Schutz der Atemluft auch für die Druckeremissionen gelten.
nano-Control
fordert: Rückrufaktion für Dreckschleudern
Die Stiftung nano-Control engagiert sich für gesunde Raumluft und wird dafür
sorgen, dass die Schädigungen durch die Emissionen aus Laserdruckern und
Kopiergeräten aufgeklärt und beseitigt werden. Die Hersteller werden
aufgefordert, Geräte mit hohen Emissionen, sowie aus dem Bereich von Kindern,
Schwangeren und Allergikern schnellstens zurückzurufen.
Aktuelle
Pressinfos und weitere Presserklärungen zum Thema finden Sie unter: http://nano-control.de/presse.html.